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Aktuell von unterwegs: Châtel – auf Smugglerspuren im Schnee

Was für eine Kulisse zum Schmuggeln: Im Osten wird das Vallée de l’Abondance von der Bergkette mit Tête du Géant(2232 m) und Crête de Linge (2158 m), dem Pas de Morgins (1369 m) und dem Morclan (1970 m) flankiert. Westlich des Tals wird mit dem 2.433 m hohen Mont de Grange mit den Dent d’Oche und Cornettes Bise die höchste Erhebung von Châtel erreicht wird. Im Süden klettert Châtel zum Col du Bassachaux hinauf. Und über allem thront eindrucksvoll die zwei Kilometer lange Bergkette der Dents du Midi mit ihren sieben fast gleich hohen Felsgipfeln –  von West nach Ost: Haute Cime (3.258 m), Doigt de Salanfe (3.210 m), Doigt de Champéry (3.200 m), Dent Jaune (3.186 m), Eperon (3.114 m), Cathédrale (3.160 m) und Cime de l’Est (3.178 m) – zumindest, wenn man wie ich mit Ski auf der Piste des Contrebands unterwegs ist.  „Da Châtel nur zwei Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt liegt, blühte einst der Schmuggel“, erzählt mir mein Ski-Guide Patrice (45). Illustrationen und Anekdoten gibt es dazu viele. Ausgestellt werden sie in der ehemalige Zollstelle.

Zwei Tage lang bin ich mit Patrice unterwegs im Skigebiet von Châtel, und fast scheint es mir, dass ich in dieser kurzen Zeit sämtliche 66 Pisten mit einer Gesamtlänge  von 130 Kilometern abfahren soll. Zeit zum Fotografieren bleibt nur im Lift 58 dieser „remontées mécaniques“ erschließen das Terrain im Herzen der Portes du Soleil – auf französischer Seite meist moderne Sessellifte, auf Schweizer Seite oft alte Tellerlifte, die so ruckartig anziehen, dass es mich schmerzhaft fast aus den Skistiefeln haut. Die Verbindung zur größten Skischaukel Frankreichs mit 650 Pistenkilometern schaffen seit der Saison 2015/6 die Verbindungspiste La Forestière, die als einfache Autobahn durch tief verschneiten Tannenwald führt,hin nach Vonnes mit dem „Portes du Soleil“-Sessellift.

Ich brauchte ein wenig, um mich bei diesem Angebot zu orientieren. Zumal Châtel sich lang hinstreckt in drei Talrichtungen – nach Abondance, Morgins und Pré la Joux. Im Ortszentrum mit seine liebevoll restaurierten, stattlichen Chalets bin ich morgens kurz nach neun hinauf geschwebt nach Super-Châtel mit seinem Snowpark und Abfahrten nach Morgins, Chapelle d’Abondance und Torgon starten. Das Schweizer Dorf liegt auf dem letzten Bergrücken vor dem Rhônetal. Doch ihr braucht nicht hinab zu fahren, um einen Blick auf das Tal und den Genfer See zu erhaschen: Direkt an der Piste von Châtel nach Torgon bietet ein Aussichtslokal diese Fernsicht.

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