Aktuell von unterwegs: Padua

Die Häuserwände ziert Graffiti, Fahrräder sind allgegenwärtig, in Bars und Boutiquen trifft man die Jugend aus aller Welt: Padua ist eine Studentenstadt – ein Drittel der Einwohner ist jünger als 30 Jahre. Die Universität hat in vielerlei Hinsicht Geschichte geschrieben. Besonders stolz ist die Stadt auf eine Frau, die den ersten Doktortitel der Welt erhalten hat  – Elena Lucrezia Cornaro Piscopia. Und das bereits im Jahre 1678. Warum wird ihr Andenken im Palazzo del Bò in die Ecke gestellt … und nicht, wie Kriegshelden, Könige und Gelehrte, ebenfalls mit einer Büste auf dem riesigen Prato della Valle geehrt?

Und den 80 Statuen, die die ehemalige Pferderennbahn heute schmücken, sollte es doch auch eine für die Philosophin geben… Umso häufiger trifft man in Padua auf das Erbe von Fernandez Martin de Bulhorn, der aus Lissabon in die Po-Ebene kam und sich fortan Antonius nannte. Als Fastenprediger hatte er in Padua so großen Erfolg, dass keine Kirche groß genug für ihn war. So betete er im Freien… Mythen und Märchen, große Geschichte und abenteuerliche Geschicke: Paduas Gassen und Plätzen sind wahre Schatzkästchen für Zeitreisen. In die Vergangenheit… und auf den Ideen und Visionen für morgen.

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